Geröstete Grillen als Protein-Snack und Turnschuhe aus Apfelschalen? Ideen für eine naturverträgliche Wirtschaft gibt es inzwischen viele. Angesichts von Klimawandel, Artensterben und Raubbau an der Natur sind sie dringend notwendig. Wenn auf die bisherige Art und Weise weiter produziert wird, werden die zerstörerischen Folgen dessen unser Vorstellungsvermögen sprengen. Das sagen jedenfalls Forscher wie Mojib Latif oder Stefan Rahmstorf und andere. Ähnlich wie sich die Menschen früher die Zerstörungskraft von Artillerie und Bomben, speziell der Atombombe, vor dem 1. und 2. Weltkrieg nicht vorstellen konnten. Nur diesmal steht unsere Lebensgrundlage, der Planet Erde auf dem Spiel. Und wir haben nur diese eine.
Wie sehen Ideen und Lösungen für eine nachhaltige Wirtschaft aus?
Wir, der Grundkurs Sozialwissenschaften der Q1, fuhren Ende Dezember nach Bonn in den Pop-Up Wald. Eigentlich ein leeres Ladenlokal, in dem die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald eine kleine Ausstellung zur Bio-Ökonomie stehen hat. Wir machten dort ein Planspiel „Green up“ zur biologisch nachhaltigen Wirtschaft und haben als start-ups Geschäftsideen für biologisch produzierte Produkte entwickelt. Kerngedanke hierbei ist, dass sehr vieles aus Pflanzen hergestellt werden kann, z.B. Fahrradreifen aus Löwenzahn (mal selbst im Internet recherchieren ). Die Produkte bestehen aus nachwachsenden Rohstoffen und es fällt am Ende kein giftiger oder langlebiger Abfall, wie z.B. Plastikmüll oder Ewigkeitschemikalien, an. Das ist dann wirkliche Kreislaufwirtschaft. Zudem ist es CO2-neutral, d.h. klimaneutral und ohne flächenfressende Massentierhaltung. Es geht also, das zeigen Ausstellung und Planspiel, wenn man wirklich will.